Tez Steinberg makes history rowing 3,000 km across the Pacific Ocean

Solo-Rudern für den guten Zweck

SunPower-Solarpionier Tez Steinberg schreibt Geschichte: Er rudert mit einem 7-Meter-Boot mehr als 4.000 km über den Pazifik
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Von Terence („Tez“) Steinberg

300 Kilometer vor der kalifornischen Küste passierte das Unglück: An meinem Rudersitz brach plötzlich ein Stahlbolzen in der Mitte durch. Das Rad fiel auf das Deck, aber mein Sitz blieb stehen. Ich wusste, dass wenn mir keine Lösung einfiel, meine Reise zu Ende war.

Es war Tag 14 der United World Challenge, meiner autarken Solo-Ruderfahrt von Kalifornien nach Hawaii. Ich ruderte mit SunPower-Modulen an Bord, um Geld für Stipendien für die United World Colleges zu sammeln, Aktionen zum Schutz unserer Ozeane anzustoßen und andere zu inspirieren, an sich selbst zu glauben. Dieser defekte Bolzen würde den Abbruch der Challenge bedeuten, obwohl ich erst 10 % der Strecke hinter mir hatte und meine Ziele nach jahrelanger Planung noch unerreicht waren. Konnte ich ihn reparieren, lagen noch weitere 4.000 Kilometer offenes Meer vor mir.

Angst und Zweifel tobten in mir, während ich auf das abgetrennte Rad starrte. Es war dumm, es überhaupt zu versuchen, dachte ich. Ich konnte mir kaum vorstellen, weitere 4.000 Kilometer mit einem kaputten Sitz zu rudern. Ich begann mich zu fragen, ob ich wirklich das Zeug dazu hatte, weiterzumachen.

Tez Steinberg blickt auf einen gebrochenen Bolzen, der das Aus für seine 4.000 km lange Ruderfahrt bedeuten könnte.

Nach gerade einmal 300 km auf See blickt Tez Steinberg auf einen gebrochenen Bolzen, der das Aus für seine 4.000 km lange Ruderfahrt bedeuten könnte.

Ich hatte mein Boot, die Moderation, zwei Wochen zuvor am 3. Juli 2020 bestiegen. In meinem kleinen, aber mächtigen Boot befanden sich Lebensmittel für drei Monate und eine Reihe von Spezialausrüstungen: GPS, Automatisches Identifikationssystem (ein Schiffskollisionsalarm, der während der gesamten Reise aktiv war), Satellitentelefone, ein Lithium-Batteriesystem und eine Entsalzungsanlage. All diese wichtigen Navigations-, Sicherheits-, Kommunikations- und Wasseraufbereitungsanlagen wurden von meinen SunPower-Solarmodulen an Bord mit Strom versorgt.

Später wurde ich mit haushohen Wellen, sengenden Temperaturen und Strömungen konfrontiert, die mich zurückwarfen. Ich bekam offene Wunden und Ausschläge durch die ständige Einwirkung von Salz und Reibung. Ich sah 71 Tage lang keine andere Seele, obwohl ich jeden Tag an schwimmendem Plastik und Müll vorbeiruderte. Mitten auf dem Ozean waren nur die Menschen, die mir am nächsten waren, die in der Internationalen Raumstation IRS. Doch ich tröstete mich mit der Gewissheit, dass mich, solange ich rudern konnte, auch meine Solaranlage nicht im Stich lassen würde.
Terence („Tez“) Steinberg

Die Moderation war mit vier SunPower-Solarmodulen ausgestattet, welche 250 Watt erzeugten und eine Batteriebank (12 V, 200 Ah) aufluden – doppelt so viel wie bei Ozean-Ruderstandards. Bei Ruderexpeditionen gibt es oft Probleme mit der Stromversorgung bei bedecktem Himmel oder Geräteversagen, doch ich wusste, dass ich dank der zuverlässigen Energie der SunPower-Module meine Sicherheitsausrüstung betreiben, mit meinem Team an Land kommunizieren und jederzeit Trinkwasser erzeugen konnte. Das war wirklich ein Game-Changer, zum Teil auch, weil es mir die Freiheit gab, etwas Wichtiges zu erkennen: Der gebrochene Bolzen, der zwischen mir und meinem Traum stand, war keine technische Herausforderung, sondern eine mentale.

Tez Steinberg entsalzt und reinigt Trinkwasser auf See mit einer Anlage, die von seinen SunPower-Solarmodulen mit Strom versorgt wird

Tez Steinberg entsalzt und reinigt Trinkwasser auf See mit einer Anlage, die von seinen SunPower-Solarmodulen mit Strom versorgt wird.

Ich verbrachte die nächsten 8 Stunden damit, mir das Problem anzusehen und Reparaturversuche zu testen, bevor ich meine erste Lösung zusammenschusterte. Ich benutzte einen Bolzen, der nur die Hälfte der gewünschten Länge hatte, und verstärkte das lose Ende mit Holzresten, die in den Rahmen des Sitzes geklemmt wurden. Und ich ruderte weiter. Danach entwickelte ich Tag für Tag, Woche für Woche, neue provisorische Lösungen. Ich formte sogar von Hand neue Lager aus geschmolzenem Kunststoff, nachdem sich andere Bolzen verbogen und die Lager der Räder pulverisiert hatten.

Es war nicht einfach, aber mein Durchhaltevermögen hatte sich wirklich ausgezahlt. Nach einundsiebzig Tagen und 4.300 km Solo-Rudern kam ich in Hawaii an, tief inspiriert von der Schönheit des Ozeans und demütig von den Lektionen, die er mich lehrte. Wäre meine Reise an Tag 14 zu Ende gewesen, hätte die Moderation in Zusammenarbeit mit dem Scripps Institute of Oceanography nicht den weltweit ersten Datensatz über Mikroplastik in der Luft auf offenem Meer erheben können. Und mein Team hätte nicht die Ocean Classroom Campaign ins Leben rufen können, den weltweit ersten kartenbasierten Open-Source-Coding-Lehrplan, um Highschool-Schülern Meereskunde durch Abenteuer zu vermitteln.

Tez Steinberg wird nach 71 Tagen Solofahrt auf See von seinen Teamkollegen auf Hawaii begrüßt.

Tez Steinberg wird nach 71 Tagen Solofahrt auf See von seinen Teamkollegen auf Hawaii begrüßt.

Dank großzügigen Unterstützern sammelte die United World Challenge schließlich über 76.625 Dollar für Stipendien, finanzierte damit die Sammlung von fast 200.000 Plastikflaschen aus dem Meer und inspirierte Tausende von Menschen in dieser Zeit des beispiellosen sozialen Wandels.

Wenn ich nach drei Monaten an Land zurückblicke, gibt es nur eine Sache, die ich vielleicht anders machen würde. Ich frage mich, ob ich es mir schwerer gemacht habe als nötig, weil ich an meinen Fähigkeiten zweifelte. Was wäre, wenn ich mir selbst genauso sehr vertraut hätte, wie meiner SunPower-Technologie? Ich kann nicht zu Tag 14 zurückkehren, um das herauszufinden, daher bleibt es eine Frage, die ich mir bei meiner nächsten Expedition endgültig beantworten will.

Tez Steinberg ist der 8. Mensch, der allein und ohne Unterstützung vom Festland der USA nach Hawaii ruderte, und der einzige Anfänger, der es beim ersten Versuch schaffte. Seine Reise, die United World Challenge, begann am 3. Juli 2020 und endete am 11. September 2020 und wurde zum Teil von SunPower-Modulen unterstützt. Erfahren Sie mehr auf unitedworldchallenge.org.

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